Fünf Schritte zum Aufbau von Vertrauen

Das Vertrauens-Dreieck: Schritte zum Aufbau von Vertrauen

Diese Fünf Schritte zum Aufbau von Vertrauen sind aus unserem letzten Meetup zu Growing Adaptive Organizations entstanden. Dort hatten wir in der letzten Woche ein sehr interessantes Thema: Leadership for Trust d.h. welche Aspekte von Leadership sind wichtig dafür, Vertrauen aufzubauen.

Einen kleinen Teil der Diskussion stelle ich hier vor. In gewisser Weise ist es eine natürliche Fortsetzung eines Beitrags zu Simon Sinek’s Infinite Games.

Der Wert von Vertrauen

Vertrauen existiert in zwischenmenschlichen Beziehungen. Der Mensch hat eine natürliche Veranlagung, zu vertrauen und die Vertrauenswürdigkeit zu beurteilen. Dies lässt sich auf die neurobiologische Struktur und Aktivität des menschlichen Gehirns zurückführen [Wikipedia].

So weit so gut. Aber warum ist das wichtig und was macht Vertrauen zu einem Produktivitätsfaktor? Da hilft das folgende Zitat weiter:

Vertrauen ist ein Mechanismus zur Reduktion der Komplexität sozialer Interaktionen ( ... auf ein Niveau, das es dem Individuum erlaubt, in seiner Umwelt handlungsfähig zu bleiben)

Das ändert Vieles: Vertrauen ist also nicht etwas für die Weihnachtsrede und zum Wohlfühlen, sondern ein echter Produktivitätsfaktor.

Das Vertrauens-Dreieck

Das Vertrauensdreieck Habe ich in einem Artikel des Harvard Business Review gefunden, in dem Berater beschreiben, wie sie die Kultur einer Firma gedreht haben, in dem sie konsequent auf Vertrauen gesetzt haben. Das Beispiel, mit dem sie arbeiten ist ausgerechnet Uber.

Trotzdem ist es ein interessantes Modell, dass für mich einige Probleme elegant löst, insbesondere die Frage, wie sich die Forderung nach einer vertrauensvollen und transparenten Umgebung damit verträgt, Leistung zu bringen und die Performance zu optimieren. Das Modell zeigt, dass diese Forderungen durch aus nicht im Widerspruch zueinander stehen müssen.

Das Vertrauensdreieck geht von der Prämisse aus, dass es drei Eigenschaften gibt, die das Vertrauen in die Führung ausmachen:

  • Authentizität: Die Menschen haben das Gefühl, den wahren Menschen zu kennen.
  • Logik: Die Menschen haben das Gefühl, dass Sie in die richtige Richtung gehen
  • Einfühlungsvermögen: Die Menschen spüren, dass es Ihnen um alle geht, nicht nur um Sie selbst

Studien haben ergeben, dass man alle drei Eigenschaften haben muss, damit eine Person einem vertraut. Wenn Sie zwei haben, aber nicht die dritte, dann gibt es kein Vertrauen. Daher ist die Führungsschwäche diejenige, an der Sie arbeiten sollten.

Daraus kann man eine Visualisierung von ganz einfachen Erfahrungswerten zum Aufbau von Vertrauen gewinnen.

Fünf Schritte zum Vertrauensaufbau

Seien Sie authentisch

Damit andere Ihnen glauben, müssen Sie transparent und konsequent sein – und ehrlich.

Geben Sie Ihre Fehler zu – wenn Sie versuchen, Ihre Fehler zu verbergen, wissen die Menschen, dass Sie unehrlich sind.

Seien Sie offen in Bezug auf Ihre Gefühle, das ist ein wichtiger Teil der Vertrauensbildung.

Ein wichtiger Aspekt ist auch, dass Sie ein Vorbild für das Verhalten sind, das Sie von anderen erwarten, und die Kultur in Richtung Transparenz und Vertrauen beeinflussen.

Gehen Sie ein Risiko ein

Vertrauen zu gewinnen ist eine tägliche Verpflichtung – und es braucht Zeit. Erwarten Sie nicht zu früh zu viel, beginnen Sie mit kleinen Schritten und gehen Sie kleine Verpflichtungen ein, und wenn das Vertrauen wächst, werden Sie sich leichter tun, größere Verpflichtungen einzugehen. Schenken Sie Vertrauen, und Sie werden in der Regel auch Vertrauen zurückbekommen.

Um es ganz offen zu sagen:

Nur wenn Sie anderen Menschen vertrauen, können Sie erwarten, dass sie auch Ihnen vertrauen.

Um Vertrauen aufzubauen, müssen sowohl Sie als auch andere Risiken eingehen, um ihre Vertrauenswürdigkeit zu beweisen. Seien Sie daher sehr vorsichtig, wie Sie kommunizieren, und vergewissern Sie sich, dass die Botschaften, die Sie senden, auch die Botschaften sind, die andere erhalten.

Seien Sie sich darüber im Klaren, was Sie zu tun haben, und halten Sie sich an Ihre Verpflichtungen. Organisiert zu sein und kompetent zu sein, ist ein entscheidender Teil der Vertrauensbildung. Es ermöglicht Ihnen, eine klare Entscheidung zu treffen, ob Sie rechtzeitig NEIN sagen können.

Seien Sie ein Unterstützer, Coach, Helfer

Helfen Sie anderen, wann immer Sie können. Wenn Sie einer anderen Person helfen, auch wenn Sie selbst keinen Nutzen davon haben, schaffen Sie Vertrauen. Authentische Freundlichkeit hilft, Vertrauen aufzubauen.

Wenn Sie die Bemühungen anderer anerkennen und wertschätzen, zeigt dies, dass Sie auf Teamarbeit bedacht sind, und stärkt das Vertrauen, das andere in Sie setzen.

Seien Sie nicht egoistisch: Wenn Menschen eine gute Tat nicht würdigen, wirken sie egoistisch. Egoismus zerstört das Vertrauen.
In guten und in schlechten Zeiten: Schätzen Sie die Beziehungen, die Sie haben, und halten Sie sie nicht für selbstverständlich. Wir haben das meiste Vertrauen in Menschen, die immer für uns da sind.

Seien Sie ein Teamplayer

Nehmen Sie eine aktive Rolle in einem Team ein und leisten Sie einen Beitrag, dann werden die Menschen Sie eher respektieren und Ihnen vertrauen. Zum Aufbau von Vertrauen gehört auch, dass Sie Ihre Bereitschaft zeigen, anderen zu vertrauen.

Seien Sie offen und berücksichtigen Sie, was andere sagen, zeigen Sie, dass Sie aktiv zuhören, tragen Sie Ihre Gedanken bei und geben Sie respektvolles Feedback.

Tun Sie, was Sie für richtig halten

Wenn Sie Vertrauen aufbauen wollen, müssen Sie bereit sein, andere gelegentlich zu verärgern. Menschen neigen dazu, denen nicht zu vertrauen, die einfach das sagen, was sie glauben, dass andere hören wollen.

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