Einführung in Scrum

Scrum als agile Methode der Produktentwicklung

Scrum ist eine agile Methode zur Produktentwicklung — keine Projektmanagementmethode, kein Reportingmodell und kein Ansatz für Controlling. 

Bei Scrum zieht sich das Entwicklungsteam die jeweils nächstmögliche, wohldefinierte und verstandene User Story aus dem Product Backlog und organisiert selbst, wie diese bearbeitet wird.

Scrum ist somit …

  • leichtgewichtig
  • einfach zu verstehen
  • schwieriger zu beherrschen
Scrum als Übersichtsbild

Das wichtigste Ziel ist die nachhaltiger, sinnvoller Nutzen: zu jedem Zeitpunkt das zu tun, was nach allen vorliegenden Informationen den meisten (Kunden-/Nutzer-)Nutzen schafft.

Mit Scrum wird alles maximal transparent angelegt.

Es gibt keine U-Boot-Projekte, keine versteckte Agenda, keine politischen deals. Es gibt radikale Offenheit, klare Priorisierung nach bestem Wissen, schnelles Feedback und viel Kommunikation.

Scrum reduziert systematisch Unsicherheit und Risiko und erkennt an, dass zu Beginn eines Vorhabens niemals alle und möglicherweise auch nicht wesentlichen Details bekannt sein können. 

Anforderungen ändern sich, weil die Welt um uns herum sich ändert und mit ihr auch Bedürfnisse und Anforderungen.

Scrum kennt in seiner reinen Form nur wenige Komponenten:

  • Events: Sprint und Sprint Meetings
  • Artefakte: Product Backlog, Sprint Backlog, Inkrement
  • Rollen: Product Owner, Scrum Master, Development Team

Diese Bestandteile werden durch Regeln miteinander verbunden. Daraus wird deutlich, das Scrum ein minimalistisches Rahmenwerk ist, das kontextspezifisch um weitere Bestandteile erweitert werden muss, wie z.B. um Methoden zur Software-Entwicklung oder zur Anforderungsbeschreibung.

Typische Charakteristika sind:

  • direkte, persönliche Kommunikation des Scrum-Teams mit Anforderern und Stakeholdern
  • funktionsübergreifende (T-shaped), selbst-organisierende Teams
  • time-boxing: klare zeitliche Eingrenzungen von Meetings und Sprints
  • empirisch und adaptiv
  • strikte Priorisierung: das Product Backlog ist streng geordnet, so dass die Reihenfolge der Bearbeitung klar ist
  • PULL: Aufgaben wie User Stories werden nicht beauftragt, angewiesen, vergeben … sondern gezogen
  • einfache Werkzeuge

Kategorien: Methoden
 
Contributor: Krishan Mathis
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